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SPORTFONDS DER SPORTFREUNDE ATTL

 

Von Michael Wagner / Stiftung Attl

  

Seit 2012 gibt es ihn: den Sportfonds der Sportfreunde Attl. Durch ihn werden seither regelmäßig die Betreuten der Einrichtung bei ihren sportlichen Aktivitäten unterstützt. Vieles davon wäre sonst nicht möglich. Denn wenn es um Aktivitäten in der Freizeit geht, sind die geringen Mittel, die Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen, schnell erschöpft.

 

 Auch im vergangenen Jahr waren die Sportler mit Handicap wieder äußerst aktiv. Viele Aktionen wurden dabei mit Geldern aus dem Sportfond bestritten, der 2012 nach der ersten großen Aktion der Sportfreunde ins Leben gerufen wurde. Nach dem Gewaltmarsch von Venedig nach Attl und dem zwei Jahre später folgenden, einwöchigen Nonstop-Staffellauf um den Chiemsee konnten die Sportfreunde insgesamt mehr als 30.000 Euro an Spenden und Sponsorengelder für die sportlichen Aktivitäten von Menschen mit Behinderung generieren.

   

Was wurde daraus? 

 

Aus diesem Fonds wird unter anderem das Klettern für Kinder und Jugendliche mit Behinderung finanziert, welches wöchentlich stattfindet und von einer erfahrenen Ergotherapeutin angeleitet wird. Jeden Dienstag besuchen mindestens drei Kinder und Jugendliche der Wohnhäuser in Pfaffing das therapeutische Klettern. Durch die Bewegung in der Horizontalen und die Möglichkeit des „über sich hinaus Kletterns“ hat dieser Sport nicht nur einen hohen Motivationscharakter; es stärkt zudem den Gleichgewichtssinn und die Konzentrationsfähigkeit. Ausserdem fördert es die Bewegungssteuerung, die Impulskontrolle - und natürlich das allgemeine Selbstbewusstsein.

 

„Für unsere Kinder und Jugendlichen ist Klettern eine gute Konzentrationsübung“, weiß Sandra. Sie ist Heilerziehungspflegerin in der Stiftung Attl und begleitet die jungen Kletterer regelmäßig. 

„Es stärkt den Teamgeist, da man sich gegenseitig vertrauen und sichern muss.“ 

Geklettert wird aber nicht nur in der Halle. So gab es in diesem Jahr auch eine Kletterfreizeit im Altmühltal im südlichen Frankenjura. Auch hier leistete der Fonds der Sportfreunde wieder wertvolle Unterstützung. 

 

Auch die Fußballer in der Stiftung Attl benötigen regelmäßig Zuschüsse, wenn es darum geht, Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung bei den Ausflügen zu den einschlägigen Fußball-Turnieren zu finanzieren. Auch hier wären die Sportler auf eigene Mittel angewiesen, die schlichtweg nicht vorhanden sind. Beispielhaft für viele Veranstaltungen war hierbei das Fußball-Turnier in Schönbrunn, bei der sich die Mannschaft aus Attl mit vielen anderen Kickern aus Bayern vergleichen konnte. Dass es am Ende nur knapp nicht für die Finalrunde gereicht hatte, konnten die Sportler dann doch verschmerzen. Ein achtbarer fünfter Platz sprang trotzdem heraus. 

 

Ebenso haben auch die Handicap-Basketballer aus der Stiftung Attl in diesem Jahr wieder Teamgeist bewiesen. Ob in einem der zahlreichen freundschaftlichen Spiele oder mit ihrer Teilnahme bei den Special Olympics: immer waren sie vorne mit dabei. 

 

Erfreuliches gibt es auch von den Attler Judokas zu berichten. Trainiert von Coach Gerhard Posch des ASV Rott, erzielten sie beim 6. Internationalen Wolfgang-Strobl-Gedächtnis-Turnier im G-Judo und den offenen Bayerischen Meisterschaften, die in diesem Rahmen stattfanden, eine tolle Leistung. 

Die Sportler holten 2x Gold, 1x Silber und 2x Bronze für ihr Team. 

Damit haben sich die Attler Judokas außerdem ihren Platz im bayerischen Kader gesichert und erhielten eine Einladung zum Sichtungslehrgang für die  Auswahl zur Deutschen Verbandsmeisterschaft, die am 19. November 2016 in Koblenz stattfand.

 

Als besondere Auszeichnung erhielten die 10 Top-Athleten aus Bayern eigene Urkunden und Pokale. Sie waren durch Trainingsfleiß und Wettkampferfolge besonders in Erscheinung getreten. In der bayerischen Top-Wertung kam Florian Linsner auf den zweiten und Florian Stöger auf den 7. Platz. 

 


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